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 Gute-Nacht-Geschichten
Allegras Omi Offline



Beiträge: 527

04.07.2010 23:37
RE: Viola und Lars - eine kleine Gute-Nacht-Geschiche Antworten

Viola und Lars,
eine kleine Gute-Nacht-Geschichte

Es war wieder einer dieser Tage, an denen die Mama von Viola und Lars sehr viel zu tun hatte. Lars freute sich schon, denn er hatte in zwei Tagen Geburtstag. Immer wenn er oder Viola Geburtstag hatten, hatte Mama schon ein paar Tage vorher keine Zeit mehr zum Spielen.
So sahen Viola und Lars die Mama durch die Wohnung laufen, sie räumte hier etwas auf und in der Küche begann sie einen Kuchen zu backen. Eine Weile lang schauten die Beiden der
Mutter zu, dann wurde es ihnen langweilig.

Sie überlegten, was sie tun könnten, da fiel Viola der bunte Ball ein, den Papa ihr gestern geschenkt hatte. Viola und Lars gingen mit dem Ball in den Garten um dort zu spielen. Bald hatte Lars keine Lust mehr ständig den Ball zu holen, den Viola immer über den Zaun warf. Die Nachbarin hatte schon wieder geschimpft, als der Ball in ihre ollen Blumen fiel.
Lars rannte in das Haus zurück und warf sich auf sein Bett, dort lag auch Kuschel sein Teddy. Lars nahm Kuschel in den Arm und drückte ihn ganz fest an sich, als Viola ins Zimmer trat.

"I gitt Lars, ist Dein Kuschel schmutzig, der is ja gar nich mehr schön." Lars schaute auf seinen Teddy und stellte fest, Kuschel hatte gestern zuviel Schokolade gegessen nun sah er selber wie ein Schokoladenbär aus. Lars war ratlos während Viola überlegte, was Mama jetzt tun würde. "Ich hab ne' Idee" schrie sie plötzlich, Lars erschrak und klammerte sich an seinen Kuschel.
Viola flüstete Lars ihre Idee ins Ohr und er war einverstanden.

Viola, Lars und Kuschel liefen aus dem Zimmer. Es dauerte eine ganze Weile, bis Mama merkte, dass es im Hause so verdächtig ruhig war. Sie schaute sich um, sie sah und hörte weder Viola noch den Lars. Du liebe Güte, wo sind sie jetzt schon wieder?
Mama schaute in den Garten, aber dort waren sie nicht, auch in ihrem Zimmer nicht. Langsam ging Mama durch das Haus, überall hatte sie nachgesehen, wo konnten Viola und Lars nur sein?

Im Keller hatte Mama noch nicht nachgesehen, aber was sollten die Beiden im Keller. Trotzdem
ging Mama langsam die Kellertreppe hinunter, schon auf der Kellertreppe hörte sie Violas Stimme: "Laaaaars kuck mal, wie schön das is alles so weiss und wie das blubbert." Lars antwortete:
"Ja und das wird noch ganz toller, noch ganz mehr.“ "Da isser wieder!!!" rief Lars ganz begeistert
" und nu issser wieder weg!" Viola tröstete ihren Bruder, "Du Lars, der Kuschel kommt gleich doch wieder."

Inzwischen war Mama unten an der Kellertreppe und ging den Stimmen nach, sie betrat den Kellerraum. Mama stockte der Atem, an der Tür kam ihr eine weisse schaumige Flüssigkeit entgegen
gelaufen. Der ganze Boden im Keller war mit dieser Flüssigkeit bedeckt. Mitten in diesem
Schaum stand ein Sessel, den die zwei vor die Maschine geschoben haben mussten. Auf dem
Sessel hockten die zwei Kinder und starrten in die vor ihnen stehende Waschmaschine. Die Wangen glühten vor Begeisterung, jedesmal wenn der Kuschel im Bullauge der überschäumenden Waschmaschine zu sehen war, riefen Viola und Lars laut "Da isser wieder!"

Es war lustig an zu sehen und Mama musste laut lachen, obwohl ihr eher zum Heulen war. Das wird viel Arbeit, bis der Keller wieder trocken und sauber sein würde. Aber sie wollte den Kindern den Spaß nicht verderben. Langsam ging sie durch den Schaum zur Waschmaschine und lies ein wenig Weichspüler in die Maschine laufen, damit der Schaum nicht noch weiter aus der Waschmaschine heraus quoll.

"Mama Mama" riefen die Kinder, " Der Kuschel war so schmutzig und wollte baden." Mama lachte und sagte "Na, wenn der Kuschel gebadet hat ist hoffentlich noch etwas von ihm übrig."
Gut das dies die Kinder noch nicht verstanden, so warteten sie im Sessel bis der Kuschel fertig
gebadet hatte. Viola öffnete die Waschmaschine holte den tropfnassen Kuschel heraus, sofort fing Lars an zu weinen. "Mein Kuukukuschel." Er hielt den tropfenden Kuschel weit
von sich und weinte, "Ich kann mit Kuschel gar nich schlafen, mein Bett is dann nass. Mama, mein Kuschel. " Lars schaute seine Mutter an, Tänen glitzerten an seinen Augenlidern, er streckte ihr den tropfnassen Kuschel entgegen. Mama nahm den Kuschel und steckte ihn in den Trockner und sagte zum Lars "Nun musst Du nur noch ein wenig warten, dann ist dein Kuschel wieder trocken. In der Zwischenzeit könnt ihr Zwei mir helfen Kuschels Badewasser aufzuwischen.

Eifrig machten sich die Kinder ans Werk und bald sah der Waschkeller wieder aus, wie vor Kuschels
Bad. Mama, Viola und Lars waren gerade fertig mit dem Keller, als der Trockner mit einem lauten
Piepsen rief : "Kommt ich bin fertig, der Kuschel ist trocken".
Mama holte Kuschel aus dem Wäschetrockner, Lars der hinter Mama hergelaufen war, riss Mama seinen Kuschel aus der Hand, drückte ihn ganz fest an sich und war glücklich. Nun war Kuschel nicht mehr voll Schokolade und war wieder ganz weich, trocken und kuschelig.

Am Abend als Lars in seinem Bett lag dachte er an Kuschels aufregendem Tanz in der Waschmaschine. Kuschel lag zufrieden in Lars seinem Arm und war froh, dass
sich die Welt um ihn herum nicht mehr so drehte. Der Mond schien zum Fenster herein und lächelte: "Gute Nacht, ihr Beiden, schlaft schön nach der Aufregung." Plötzlich bedeckte eine große Wolke den Mond und es wurde dunkel im Zimmer, aber das merkten Lars und Kuschel schon nicht mehr, sie schliefen tief und fest.

(c) Regina Reichhart 2004

Liebe Grüße
Allegras Omi

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