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 Kindergeschichten
Allegras Omi Offline



Beiträge: 527

31.08.2010 22:43
RE: Die Geschichte vom neuen Hochbett Antworten

Die Geschichte vom neuen Hochbett

Philipp war ein kleiner Junge, aber was heißt schon klein! Philipp fand, dass er schon sehr groß sei, schließlich war er schon fünf Jahre alt und bald nach seinem nächsten Geburtstag würde er zur Schule gehen, darauf freute er sich schon sehr. Gerade war Weihnachten vorbei und Philipp hatte viele Autobuss bekommen, er freute sich sehr darüber, so war seine Sammlung beachtlich gewachsen. Von groß bis klein und in allen möglichen Farben hatte Autobusse. Alle waren fein säuberlich im Wohnzimmer auf dem Teppich sortiert, sie standen in der Reihe in der sie auch ihren Dienst tun sollten. Wenn Mama durch das Wohnzimmer gehen wollte sah das sehr lustig aus. Mama hüpfte von einem freien Platz zum nächsten Busfreien Fleck. Sie war schon sehr genervt, die Hopserei machte ihr nicht so großen Spaß, aber sie wollte Philipp auch nicht den Spaß verderben, er spielte gerade so schön und sie hatte noch genug zu tun bis zum Abendessen. Philipp war so in sein Spiel vertieft, das er seine Mama gar nicht bemerkte, als ihm plötzlich sein erster Bus einfiel, der noch im Kinderzimmer irgendwo lag. Er sprang auf und lief ins Kinderzimmer um nach dem verschwundenem Bus zu suchen. Unter dem Bett? Nein, da war er nicht, unter dem Stuhl, nein auch nicht. Philipp kroch auf dem Boden herum und schaute in jeder kleinen Ritze, schließlich war das ein kleiner Bus und der konnte sich überall verstecken. Es dauerte eine Weile und Philipp jubelte:“ Da bist du ja, endlich habe ich Dich.“ In der Hand hielt ein einen kleinen verbeulten roten Bus, der sich unter dem Teddy von Philipp versteckt hatte, Der kleine Bus hatte schon so viel mitgemacht, daß er für die Pause recht dankbar war, nun war es vorbei, er war entdeckt und wurde in die Schlange der anderen und neuen Busse eingereiht. Eine halbe Stunde fuhren die Busse ihre Linien ab. Philipp hatte sie alle mit Nummern versehen, so das sie alle immer die gleichen Runden fuhren. Mama rief zum Abendessen, Philipp überhörte es erst einmal, er hatte einfach keine Zeit zum Essen, nicht jetzt. Mama rief noch einmal und kam dann herein und begann, die Busse in einen Karton zu fahren, der das Busdepot war in dem die Busse abends standen, wenn sie nicht gebraucht wurden. Philipp seufzte und begann schließlich die verbliebenen Busse in das Depot zu fahren. Papa war inzwischen auch gekommen und hatte Hunger. So saßen sie am Tisch und Philipp erzählte Papa, wohin seine Busse heute alle gefahren waren. Als das Essen beendet war, kuschelte Philipp noch eine Weile mit Papa, dann sollte er sich ausziehen, weil es Zeit war ins Bett zu gehen. Philipp war natürlich ganz anderer Meinung, er war noch gar nicht müde und hatte noch so viel zu tun. So trödelte er beim Zähneputzen und beim ausziehen sehr, jede Minute zählt fand er. Mama und Papa wurden schon ungeduldig und schaute abwechselnd in das Badezimmer hinein. Jedesmal wenn Philipp einen von ihnen hörte, machte er ein wenig schneller, kaum waren sie wieder aus dem Zimmer ging es wieder viel, viel langsamer weiter. Leider war er irgendwann doch fertig geworden, er war gewaschen, hatte die Zähne geputzt und hatte seinen Schlafanzug an, da kam Papa auch schon und wollte ihn holen. Philipp und Papa gingen in das Kinderzimmer, wo das neue Bett stand, was Oma und Opa für Philipp gekauft hatten. Philipp hatte ein wenig Angst so hoch zu schlafen, er fand es komisch. Trotzdem kletterte Philipp mutig die Leiter zu seinem Bett hinauf und legte sich hin. Papa sagte: „ Gute Nacht Philipp, schlafe schön in Deinem schönen neuen Bett, bis morgen früh.“ Mama steckte auch noch den Kopf in Zimmer und sagte ihm gute Nacht, dann schloss sich die Tür. Philipp wartete noch einige Zeit ab bis alles ruhig war, dann kletterte er erst einmal die Leiter wieder herunter und setzte sich auf seinen Stuhl und schaute zum Fenster hinaus.

Draußen war es schon fast dunkel und Philipp konnte den Mond sehen, der sein Licht vom Himmel scheinen ließ. Es wurde dunkler und dunkler auch die Straßenlaternen schickten ihr Licht durch das Fenster, wodurch es im Zimmer nicht so ganz dunkel wurde, denn das mochte Philipp gar nicht.
So saß Philipp auf seinem Stuhl und träumte ein wenig, er dachte an heute morgen. Heute morgen war er mit Mama im Bus zum Kindergarten gefahren. Natürlich saß Philipp immer, wenn der Platz frei war ganz vorne in der ersten Bank. Von dort aus konnte er die Straße und die Autos beobachten. Der Bus war durch seine großen Räder so schön hoch und die Autos schienen dadurch ganz klein, das mochte Philipp. Wenn er groß war und genug gelernt hatte, dann wollte er Busfahrer werden, das wusste er genau. Er beobachtete was der Fahrer alles machte und machte es auf seinem Sitz nach. Plötzlich merkte Philipp, dass er auf seinem Stuhl in Gedanken den Bus fuhr, da fiel sein Blick auf sein Bett, er sah die Leiter und hatte eine super Idee.
Rasch glitt er vom Stuhl kletterte die Leiter wieder hinauf in sein Bett, Oh ja, hier war es genau so hoch, wie in einem Bus und er konnte von oben in sein Zimmer und auf die Straße schauen. Unten auf seiner Fensterbank stand seine Blume, die zu ihm hinaufschaute. Er sah seine Kuscheltiere unten auf dem Boden liegen. Die Kuscheltiere mussten natürlich mitspielen, er stieg noch einmal die Leiter herunter und holte sie. Eseli, Bärie, Mystery seine Katze und all die anderen flogen durch die Luft ins Bett. Als sie alle oben im Bett lagen, setzte Philipp sie hinter sich in die Reihe. Nun war er Busfahrer und startete seinen Bus. Brumm, brumm, brumm machte der Motor, Philipp legte den Gang ein und der Bus begann zu rollen, erst langsam, dann schneller. Philipp sah die Häuser an denen er vorbeifuhr vor sich durch die große Scheibe. Die Sonne strahlte vom Himmel und Philipp zog das Rollo vor die Scheibe, aber nur soweit, dass er noch alles sehen konnte, so hatte es der große Busfahrer auch getan. Philipp wunderte sich das es so hell war, eben war es doch dunkel gewesen. Während er noch darüber nachdachte, stand auf einmal ein kleiner Zauberer vor Philipp. Er hatte einen langen blauen Mantel an, Philipps Lieblingsfarbe und einen blauen Zaubererhut. In der Hand hielt er einen kleinen silbernen Zauberstab mit dem er kleine Kreise in der Luft malte.
Der Zauberer lachte Philipp an und fragte:“ Habe keine Angst vor mir, ich würde gerne mit Dir spielen. Darf ich mit dir in deinem schönen großen Bus fahren?“ Erstaunt sah Philipp den kleinen Zauberer an und antworte:“ Na klar Zauberer, darfst Du mit mir fahren, suche Dir einen Platz aus. „ Der kleine Zauberer setzte sich natürlich auf den Platz, wo im echten Bus immer Philipp saß. Nun fuhr Philipp den Bus wieder an und der kleine Zauberer zauberte ganz viele kleine Sterne. Die Sterne leuchteten und funkelten so hell, wie Philipp es noch nie gesehen hatte. Wunderschön, es sah aus wie als fiele silberner Regen auf Philipp und seinen Bus. Philipp winkte dem kleinen Zauberer zu und lachte, während der kleine Zauberer eifrig weiter silbernen Sternenregen zauberte. Der ganze Raum war voller Sternchen, es funkelte und glitzerte. Leise und beruhigend brummte der Motor vom Bus vor sich hin. Philipp fühlte sich sehr wohl und der kleine Zauberer erzählte ihm eine Geschichte und zauberte dabei immer weiter Silbersternchen.
Das Philipp eingeschlafen war, hatte gar nicht bemerkt und er schlief tief und fest bis zum anderen Morgen.
Als Mama ihn am Morgen weckte, wunderte er sich, das die Nacht so schnell vorbei gegangen war. Nachdem auch seine Augen richtig aufgewacht waren, sah er, dass er in seinem neuen Hochbett lag. Philipp setzte sich auf und sah alle seine Tiere, die noch bei ihm waren. Er hatte so gut geschlafen, nichts hatte ihn gestört, es waren keine Monster gekommen und keine Explosionen, gar nichts war da, doch plötzlich erinnerte Philpp sich an den kleinen Zauberer, er schaute sich um, der kleine Zauberer aber war nicht da, auch der Sternenregen nicht. Schade dachte er, wahrscheinlich kommt der Zauberer heute Abend wieder dachte Philipp und beschloß jetzt immer in seinem Hochbett zu schlafen, als er die Leiter hinab stieg und sich für den Tag fertig machte
Philipp konnte es kaum erwarten, dass es wieder Abend wurde und er in seinem Bett wieder Busfahrer sein konnte.

RR (c) 2010

Liebe Grüße
Allegras Omi

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